Prof. Dr. Ulrich Baumann
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Curriculum Vitae
Ulrich Baumann studierte Chemie an der Universität Freiburg, wo er Keto–Enol-Radikalreaktionen untersuchte und sein Diplom unter der Betreuung von Michael Schmittel und Christoph Rüchardt erhielt. 1988 wechselte er als Kekulé-Stipendiat (Fonds der Chemischen Industrie, FCI) an das Max-Planck-Institut in Martinsried, wo er bei Robert Huber über Struktur–Funktions-Beziehungen von Proteasen und Serpinen promovierte. Von 1992 bis 1993 arbeitete er als BASF-Stipendiat an der Stanford University bei David B. McKay über Serralysin-Metalloproteasen. Anschließend kehrte er als Boehringer-Mannheim-Postdoktorand nach Martinsried zurück, um von 1993 bis 1994 gemeinsam mit Richard A. Engh und Rainer Rudolph Thrombininhibitoren zu untersuchen. 1994 erhielt er ein Liebig-Stipendium des FCI und verbrachte zwei Jahre an der Universität Freiburg, bevor er Gruppenleiter und Senior Lecturer am Institute of Cancer Research in London (UK) wurde. 1998 nahm er eine ordentliche Professur für Biochemie an der Universität Bern (Schweiz) an, wo er bis 2009 tätig war. Seitdem ist er Professor für Biochemie und Strukturbiologie an der Universität zu Köln.
Ulrich Baumanns Forschungsinteressen umfassen verschiedene Aspekte von Struktur–Funktions-Beziehungen von Proteinen, aufgeklärt durch Röntgenkristallographie, mit besonderem Schwerpunkt auf proteolytischen Enzymen, deren Inhibitoren und Initiationsfaktoren der Translation. Er erhielt zudem weitere Rufe auf ordentliche Professuren an die Universität Tübingen (2001) sowie an die University of Auckland, Neuseeland (2011). Er ist Mitglied des Proposal Review Committee der Swiss Light Source.